Pickel im Gesicht ausdrücken

Pickel ausdrücken aber wie

Nicht nur in der Pubertät steckende Teenager werden von Pickeln gequält, sondern auch Erwachsene. Diese kleinen, nervigen Plagegeister haben die unschöne Angewohnheit immer genau dann aufzutauchen, wenn man sie gerade am wenigsten gebrauchen kann.

Diese Hautunreinheiten treten an den unterschiedlichsten Körperstellen auf: Im Gesicht, am Rücken, im Ohr, am Po oder gar im Intimbereich. Zahlreiche Mythen ranken sich um dieses Thema und ebenso viele verschiedene Hausmittel sind bekannt. Dieser Artikel geht den Pickeln auf den Grund und schafft Aufklärung.

Entstehung von Pickeln und Mitessern

Pickel und Mitesser entstehen genau dann, wenn eine Pore der Haut verstopft. Der von den Talgdrüsen produzierte Talg wird normalerweise durch den Haarkanal an die Oberfläche transportiert, wo er seine schützende Wirkung entfacht. Ist dies durch eine Verstopfung nicht möglich, so sammeln sich der Talg und tote Hautzellen in der Pore an, bis der Druck irgendwann den Pfropf am oberen Ende des Kanals aufbricht.

Solch eine geschlossene Pore nennt man Mitesser. Öffnet sich solch eine verstopfte Pore nicht selbständig, so können sich Bakterien in diesem Haut-Talg-Gemisch ansiedeln und das Gewebe angreifen. Gegen diese Bakterien wehrt sich der Körper durch die Absonderung von Eiter; es entsteht ein Pickel.

Sollen Pickel ausgedrückt werden?

Generell gilt die Regel, dass Pickel nicht ausgedrückt werden sollten. Durch die entstehende Wunde könnten sonst Bakterien hineingelangen, die eine Entzündung verursachen können. Als Ergebnis solch einer Entzündung können unter anderem Narben zurückbleiben. Wenn trotz der möglichen Gefahren an Pickeln herumgedrückt wird, sollte vor allem auf eine möglichst sorgfältige Hygiene geachtet werden.

So drückst du einen Pickel richtig aus

Als erstes sollte das Gesicht gründlich mit warmem Wasser gewaschen und von Make-Up sowie Schmutz vollständig gereinigt werden. Das warme Wasser sorgt dabei für eine bessere Öffnung der Hautporen. Noch besser öffnen sich die Poren durch ein Dampfbad mit heißem Wasser oder heißem Kamillentee, der zusätzlich eine desinfizierende Wirkung besitzt. Obligatorisch ist auch das sorgfältige Reinigen und Desinfizieren der Hände.

Verstopfte Poren

Mittels eines Komedonenquetschers oder Mitesserentferners aus der Apotheke werden nun die Pickel entfernt. Alternativ kann auch eine penibel desinfizierte Nadel genutzt werden, um die Pickel vorsichtig anzustechen. Anschließend wird mit einem Kosmetiktuch leicht seitlich neben den Pickeln Druck aufgebaut, bis nur noch eine klare Flüssigkeit oder Blut herauskommt. Die behandelte Stelle sollte zuletzt mit antibakteriellem Gesichtswasser abgetupft werden.

Da Pickel in besonderer Häufigkeit bei Menschen mit fettiger Haut, die durch eine erhöhte Talgproduktion in den Talgdrüsen entsteht, auftreten ist eine besondere Hautpflege unerlässlich. Auf Grund der Hautbeschaffenheit sollten vor allem desinfizierende und speziell abgestimmte Pflegeprodukte verwendet werden. Auch bei Menschen mit nicht fettigem Hauttyp sollte das Gesicht mehrmals täglich mit einem Waschgel gereinigt werden. So entstehen die kleinen Plagegeister gar nicht erst.