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Vereinswappen
Erstellt
09.10.2008, 17:54
Text
Christoph Schmiedhofer

MSV Duisburg: Die Zebras

Obgleich der 1902 gegründete Meidericher Spielverein 02 e.V. Duisburg, der seit 1967 den offiziellen Namen MSV 02 Duisburg trägt, nicht der einzige Verein ist, dessen Wappentier ein Zebra ist, pflegt man hier eine besondere Zuneigung zum Equus burchellii.


Im Gegensatz zu den schwarz-weiß gestreiften Dressen des THW Kiels oder der belgischen Sporting Charleroi, liegt die Unpaarhufer-Metapher bei den Blau-Weißen nicht unbedingt auf der Hand. Doch seit die Fußlümmel in den 1910er Jahren mit ihren quergestreiften Trikots aus der damals selbstständigen Stadt Meiderich und die Zebras im Duisburger Zoo etwa zur selben Zeit in Erscheinung traten, weiß in Deutschland jeder, von wem beim Wort »Zebras« die Rede ist.
Erst seit dem Pokalfinale 1998 wird das Zebra auch offiziell im Vereinswappen geführt. Auch wenn sich so mancher Traditionalist unter den Anhängern eine Rückkehr zum alten Logo ohne Zebra wünscht, so hat sich das Tier doch über mehr als ein Jahrhundert hinweg stetig seinen Weg in die Clubidentität gebahnt.
Nur Anhänger des erbitterten Lokalrivalen 1. FC Köln bringen die negativen Begleiterscheinungen des Zebra-Äußeren – die stets rundliche Wirkung des Körperbaus und die kurzen Beine – in Assoziation zur MSV-Equipe. Alle anderen haben den federnden Gang und den imponierenden Eindruck von Kraft und Anmut, Freiheit und Wildheit, den eine über die weite Ebene galoppierende Zebraherde vermittelt, vorm geistigen Auge. Zudem kann die soziale Funktion, die die Zebrastreifen in der Natur innehaben, nämlich durch visuelle Stimulation den Zusammenhalt der Gruppe zu fördern, einem Fußballkollektiv nur förderlich sein.
Diese positiven Eigenschaften in Resultate umzumünzen, kann man dem Club, der als größte nationale Erfolge den Vizemeistertitel 1964 und das dreimalige Scheitern im DFB-Pokal 1966, 1975 und zuletzt 1998 vorweisen kann, nur wünschen, steht er doch in der aktuellen Spielzeit wieder auf einem sicher scheinenden Abstiegsplatz.
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