Editorial Erstellt
07.10.2008, 02:02 Coverfoto
Kramar Text
Alois Gstöttner
Christoph Schmiedhofer
Wir bitten zum Spiel!
Kontinuität war unsere Stärke nicht. Wechselnde taktische Formationen und Probleme im Ausdauerbereich prägten die ersten drei Nummern von »Null Acht«. Leichte Aufstellungsveränderungen, der eine oder andere Neuzugang und freilich die wachsende Erfahrung wirkten wie ein Wunder und werden diesen neuen Abschnitt von »Null Acht« prägen.
Die verlängerte Sommerpause wurde nachhaltig genutzt: Im bezaubernden burgenländisch-kroatischen Nikitsch traf sich die Mehrheit der Redaktion und ließ keinen Stein auf dem anderen: Neues Format, neues Papier, neue Erscheinungsweise, neuer Preis und massig erweiterter Umfang. Die hügellose Weidegegend an der Grenze zu Ungarn beflügelte uns in diesen Tagen der Askese und medialen Abstinenz zudem für die Beibehaltung und Schärfung der Kategorien »Ballgespräche«, »The Beautiful Game« und »Im Abseits«. Dem Umstand, dass nicht nur wir, sondern selbstverständlich auch der gemeine Fußballer üben muss, um sein Leistungsniveau zu heben, würdigt Fotograf David Schreyer hinkünftig mit der einleitenden »Aufwärmphase«, die den Blick auf die schweißtreibenden Tage vor dem Spiel richtet. Neu im Programm sind auch die selbstgefällige »Umkleidekabine« und die Serie »Verhaltenskreativ«, in deren Rahmen wir die Beckenbauers, Pelés und Prohaskas hinter und die exzentrischen Balltreter vor den Vorhang bitten. Roy Keane darf als Erster grätschen.
Kollege Achim Seidnitzer lobte den enormen »Einput«, wir nickten und widmeten uns einem weiteren Novum, dem »Zentralen Mittelfeld« – das umfangreiche Herzstück unserer zukünftigen Ausgaben soll bewegende Themen vielschichtig aufrollen. Wir beginnen mit Doping und stellten uns die Frage: »Das Fußballfeld – eine Insel der Unschuld?« Kompetente Antworten geben unter anderem Journalist Michael Robausch, der Sportsoziologe Karl-Heinrich Bette, Jurist Wolfgang Berger und der Dopingexperte Hans Holdhaus im Interview mit Jürgen Pucher und Fotograf Kramar. Die beiden Letztgenannten baten auch Carsten Jancker zum Zwiegespräch.
Dem deutschen Sportjournalisten Ronald Reng, international bekannt durch seine Tormann-Hommage »Der Traumhüter«, werden wir ab sofort in Form einer Kolumne (Der letzte Mann) ein Forum bieten. Das Buch wurde in Deutschland ein Bestseller und 2004 als erstes ausländisches Werk mit dem britischen »Sports Book of the Year Award« ausgezeichnet.
Die neue Losung »Magazin für Rasenpflege« gilt richtungsweisend: Ein »No« für das brachiale Foul von hinten, ein »Yes« für das filigrane Führen der Feder. Dass wir dabei auch den Matsch, in den sich sogar der englischste Rasen mitunter verwandelt, nicht scheuen, versteht sich von selbst. Auf dem Papier bitten wir von nun an alle zwei Monate zum Spiel. Offensiv soll es sein, ohne das Geschehen am Spielfeldrand unbeachtet zu lassen. Auf direktem Weg zum Tor werden wir dabei auch den einen oder anderen Lauf ins Abseits wagen.
Am realen Rasen, auf dem bekanntlich die Wahrheit liegt, konnte das Redaktionsteam ihr Können schon unter Beweis stellen. Die hochgeschätzten Kollegen vom »Ballesterer« mussten eine 1:7-Schmach im Schatten der Wiener Skyline einstecken.
Mehr aus dem Ressort
Liebe Freunde des schönen Spiels!
Nach einem kurzen »Oi« knallt uns unser Taxifahrer Seu Miguel die Frage aller Fragen in unsere europäischen, vom Transatlantik-Flug gezeichneten Visagen: »Qual é o seu time?« – die Frage nach unserem Verein. Wir waren vorbereitet: Corinthians unsere umsichtige Antwort.
Liebe Freunde des Leders!
Change – dem in diesen Tagen so populären Schlagwort konnten wir dieses Mal leider nicht folgen, ist doch unser Relaunch erst eine Ausgabe alt. Aber mit »Yes, we did!« können wir dienen. Der Beweis dafür, unsere aktuelle und fünfte Ausgabe, liegt in deinen Händen.
Wir bitten zum Spiel!
Kontinuität war unsere Stärke nicht. Wechselnde taktische Formationen und Probleme im Ausdauerbereich prägten die ersten drei Nummern von »Null Acht«. Leichte Aufstellungsveränderungen, der eine oder andere Neuzugang und freilich die wachsende Erfahrung wirkten wie ein Wunder und werden diesen neuen Abschnitt von »Null Acht« prägen.
